Auf der Nordsee ...

Am letzten Wochenende im August war es wieder soweit, die jährliche Rumfass-Regatta des Seglervereins Harlebucht e.V. (SVH) stand an. Die Regatta startete ca. 1 nautische Meile vor Bensersiel, Steuerbord ab vom Benser Außentief. Die Strecke führte in Richtung der Insel Langeoog, nach einer Wende am westlichen Ende in Richtung der Flinthörn, dort südlich vorbei und nach einer weiteren Wende am östlichen Zipfel von Baltrum wieder zurück.

Mitte Juli erreichte die Drohnenpiloten die Idee des ersten Vorsitzenden des SVH, Ole Eden, die Regatta nicht nur durch FIZpix auf dem Wasser fotografisch begleiten zu lassen, sondern in diesem Jahr auch aus der Luft. Eine tolle Idee, deren Umsetzung sich dann leider nicht ganz so einfach gestaltete. Nach mehreren persönlichen Terminen und vielen Telefonaten mit der Unteren Naturschutzbehörde in Wittmund sowie der Nationalparkverwaltung Wattenmeer in Wilhelmshaven stand fest, dass es keine Aunahmegenehmigung für Flüge im Natuschutzgebiet für die Rumfass-Regatta geben wird. Eine solche Ausnahmegenehmigung ist nur dann überhaupt möglich, wenn sich aus dem Flug heraus ein überwiegend öffentliches Interesse ableitet, was bei einer Veranstaltung eines Sportvereines leider nicht der Fall ist.

Nachdem dieser Sachverhalt geklärt werden konnte, war Kreativität gefragt. Ein genauer Blick in die Flugkarten der Deutschen Flugsicherung und die Naturschutzkarten des Landes Niedersachsen zeigte, dass sich der Stadtkern Bensersiel sowie ein Teil des Benser Außentiefes nicht im Naturschutzgebiet befinden. So reifte die Idee, die Regatta zumindest beim Auslaufen von den Anlegern und auf den ersten Metern zu begleiten. Die Herausforderung bei der Umsetzung dieser Idee bestand darin, dass genau auf diesem Abschnitt ein reger Fährverkehr nach und von Langeoog herrscht, zusäzlich noch Frachtschifffahrt in der Fahrrinne unterwegs ist und die Strandpromenade direkt neben dem Anleger verläuft. Somit bestanden in der geplanten Flugzone nicht nur flugrechtliche Einschränkungen hinsichtlich der Nähe zu Menschenansammlungen, sondern es mussten auch datenschutzrechtliche Vorschriften nach der DSGVO Berücksichtigung finden.

Die Drohnenpiloten haben auf Basis dieser Bedingungen einen Flugplan erstellt, welcher durch den SVH bei der zuständigen Hafenverwaltung eingereicht und von dieser genehmigt wurde! Nun mussten noch die Ordnungsbehörden in Form der Wasserschutzpolizei und der Polizei in Wittmund benachrichtigt werden, und es konnte losgehen.

Freitag Abend haben die Drohnenpiloten erste Probeflüge durchgeführt und Samstag und Sonntag die Regatta begleitet. Aus Sicherheitsgründen haben wir dabei mehrere Hilfspersonen zur Absicherung des regulären Start- und Landeplatzes, aber auch des eingerichteten Notlandeplatzes, eingesetzt und über Sprechfunk verbunden. Dabei sind tolle Aufnahmen entstanden, die eine gänzliche neue Perspektive auf den schönen Hafen in Benseriel ermöglichen. Zusammen mit den Fotos von FIZpix haben wir hier eine kleine Auswahl zusammengestellt. Viel Spaß beim Anschauen!


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